Vedic Chanting

 

Die vedischen Weisheitstexte, Quelle der zahlreichen im Ygoa gechanteten Mantras, wurden jahrhundertelang nur mündlich überliefert und erst später auf Palmblättern festgehalten. Diese traditionelle Weitergabe von Wissen, srutiparampara (vom Mund des Lehrers ins Ohr des Schülers in ununterbrochenener Folge) habe ich in Chennai am Krishnamacharya Mandiram studiert.

 

Diese Lehrmethode basiert auf genauem Zuhören und Wiederholung des Gehörten. Das erfordert Konzentration. In unserer modernen stark visuell geprägten Zeit fällt vielen Menschen das Zuhören immer schwerer. Wir verlassen uns zunehmend auf unsere Augen. Aber wie Ernst Berendt so schön sagte: "Das Auge schätzt, das Ohr misst." Der Hörsinn ist wesentlich akkurater als der Sehsinn, unsere Augen täuschen uns oft. Es ist also eine lohnende Übung, unseren überstrapazierten Sehsinn mal abzuschalten und die Ohren einzuschalten. Auf diese Weise erschließen wir uns die vedischen Mantras oder die Yogasutras auf einer ganz anderen Ebene.

 

Das Chanten hat tiefgreifende Wirkungen auf uns: Die gesundheitsförderne Wirkung beruht zum einen auf dem Lösen von Verspannungen durch die beim Singen in verschiedenen Körperregionenen entstehenden Schwingungen, zum anderen verlangsamt sich unsere Atmung, wodurch eine Entspannungsreaktion eintritt. Beim Chanten entstehen biochemische Botenstoffe im Gehirn, so dass wir  uns belebt, glücklich und mit der Gruppe verbunden fühlen. Wir gewinnen Abstand zu unseren Gedanken durch die Konzentration auf die Texte und erhalten so einen direkten Zugang zu den ältesten heiligen Texten der Menschheit.

 

 

Chanting-Unterricht

 

Auf Wunsch erteile ich gerne Gruppen- oder Einzeltunterricht im Chanten oder

vermittle Yogalehrenden die Grundkenntnisse des Sanskrit, z.B. für die

korrekte Aussprache der asana-Namen.

 

Preise und Termine auf Anfrage.