Willenskraft und Tomatensuppe

Ich mag Suppen: Möhrensuppe, Kürbissuppe, Kartoffelsuppe. Ich mag Tomaten: Tomatensauce, Tomatensalat, Bruschetta. Aber Tomatensuppen fand ich seltsamerweise noch nie so spannend. Heute war ich allerdings dankbar, dass die Restaurant-Karte eine Tomatensuppe als Alternative zum sonst unvermeidbaren Salat hergab. Die Bedienung versicherte mir, sie sei frei von Milchprodukten, wenn man das Creme-fraiche-Häubchen weg ließe und brachte mir als nächstes zum Brot den obligatorischen Quarkdip. Den habe ich zum Glück schon immer für eine Verballhornung mediterraner Küchenkunst gehalten und bekam auf Nachfrage mit einem entschuldigenden Lächeln Öl und Essig nachgereicht. Ich trauerte noch ein wenig der viel verlockender klingenden Karotten-Ingwer-Suppe nach und ergab mich in mein Schicksal. Und siehe da: Sie war gar nicht so schlecht, die Tomatensuppe, sehr cremig. Verdächtig cremig. Wie sie das wohl gemacht haben? Ich will es lieber gar nicht wissen. Ich tue einfach mein Bestes in meinen drei veganen Monaten.

 

Versuchung der Woche? Der köstliche Mohnkuchen im Café Schmitz. Da hat mich einerseits das Blog-Schreiben gerettet. Ich dachte, ich kann doch nicht schon im zweiten Beitrag schreiben, dass ich der Versuchung erlegen bin. Andererseits hilft es, dass ich mir erstmal drei vegane Monate vorgenommen habe. So lange krieg ich meine durchs Ashtanga Yoga gestählte Willenskraft doch alle Mal zusammen gekratzt.

 

Experiment der Woche? Die exotische Kokos Panna Cotta. Statt Sahne Kokosmilch. So einfach und so lecker.

 

Wie ich mich fühle? Wirklich gut, irgendwie stark und klarer im Kopf. Ich glaub, das bilde ich mir ein. Sei's drum. Hauptsache, es fühlt sich gut an!

 

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