Ein yogisches Experiment, auch für Nicht-Yogis geeignet

Es ist soweit! Ich hab es etwas vor mir hergeschoben. Hauptsächlich weil es draußen so schwer ist. Zuhause fällt es mir leicht. Aber Cafébesuche ohne Kuchen? Immer mittags selbst kochen? Im Restaurant immer nur Bratkartoffeln mit Salat? Oh my...

Ich habe geprobt und gemerkt, es kommen doch einige Ausnahmen zusammen. Aber nun mache ich ernst: Drei Monate lang vegan essen. Konsequent. Das bedeutet für mich keine Milchprodukte, keine Eier, keinen Honig und somit auch keine Schokolade und keinen Kuchen. Tiere esse ich eh nicht mehr, klingt also doch gar nicht so schwer, aber Köln ist gastronomisch leider nicht das ideale Pflaster für solch ein Experiment (und ich geh gerne mal aus essen). Aber umso mehr wird es zu einer Übung von tapas, einem der niyamas des Ashtanga-Weges: Energie aufbauen durch das Üben von Verzicht. Tapas heißt übersetzt: Glut, Hitze aber auch Schmerz, Qual (oh die Schokolade...) oder Askese. Interessanterweise wird die Zeit zwischen Winter und Frühling auch tapas genannt und genau da ging es ja früher auch mangels Nahrung eher asketisch zu. Perfekter Zeitpunkt also für mein tapas-Experiment: Ich will wissen, wie ich mich mit veganem Essen fühle. Ob es mich sehr einschränkt, so zu essen; ob ich mich fitter fühle und natürlich auch, ob es sich auf meine Yogapraxis auswirkt. Wie ich auf die Idee gekommen bin? Darüber und wie es mir so ergeht damit, werd ich im Laufe der nächsten drei Monate berichten. Was es heute zu essen gibt? Brokkoli mit Möhren und Pilzen in einer Kokosmilch-Curry-Sauce mit herrlich samtigen Seidentofu. Askese? Nö, lecker!

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