Schmerzen

Wozu das Üben von Yoga doch so alles gut sein kann: Heute beim Zahnarzt hab ich Bewunderung geerntet, weil ich ohne Betäubungsspritze in einer Session hinter mich gebracht habe, was sonst mit Spritzen in zweien gemacht worden wäre. Ich wollte nicht die Heldin spielen, aber ich hasse diese Betäubungsspritzen, wenn danach alles stundenlang taub ist und ich wollte einfach so wenig Zeit wie möglich beim Zahnarzt verschwenden.

 

Wie ich das gemacht habe? Ich hab gechantet! Innerlich natürlich, während mein Mund sperrangelweit aufgehalten und übelst und mit gräßlichstenen Geräuschen darin herumgewerkelt wurde.  Irgendwann war ich so damit beschäftigt, dass ich schon wieder die letzte Strophe von der Shiva Manasa Puja (mein absoluter Favorit zur Zeit) nicht zusammen gekriegt habe, dass die Schmerzen irgendwie gar nicht mehr zu mir gehörten. Sie waren da, aber wie abgetrennt von mir. Als es dann doch hart auf hart kam und sie nicht mehr zu ignorieren waren, hab ich mich aufs Atmen konzentriert und immer wieder bewusst entspannt, wenn ich merkte, dass ich zu verkrampfen begann.

 

Und dann kam die Überlegung, diese Erfahrung nun wiederum mit auf die Matte zu nehmen: Wenn mir das Atmen und das Chanten im Zahnarztstuhl helfen, dann werd ich das doch wohl auch im Bogen hinkriegen entspannter zu atmen. Also beim nächsten Bogen (heute darf ich nicht, damit's nicht blutet) werde ich an den Zahnarztbesuch denken und es vielleicht auch mal mit der Shiva Manasa Puja probieren. Aber nicht mehr als die erste Strophe...

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Kommentare: 1
  • #1

    Flora (Dienstag, 09 November 2010 14:01)

    Na, das gilt aber bestimmt nicht für AnfängerInnen......
    Ob ich das bis zum nächsten Termin - der ist nämlich irgendwann im Frühjahr - hinbekomme, wage ich zu bezweifeln......
    Liebste Grüße, Flora,
    (die auch gestern Termin hatte und vor lauter Aufregung mußte sogar die Zahnärztin Pause machen.... )