im Haus Eckart vom 07.04.13 – 13.04.13
für Einsteiger und Fortgeschrittene geeignet!
Hals über Kopf!? Beim Yogaüben kein Problem: der Kopfstand ist da nur ein Beispiel.
Aber wir werden es in dieser Woche auf Amrum nicht beim Üben der Asasanas bewenden lassen.
Wir stürzen uns Hals über Kopf in die Vielfältigkeit des Ashtanga Yoga. Wir lernen verschiedene Facetten dieses außergewöhnlichen Yogasystems kennen, die es über die körperliche Ebene hinaus zu
einer Selbstentdeckungsreise machen. Denn auch das ist eine der Bedeutungen des Sanskritworts Yoga: Reise.
Themen
- Ashtanga Vinyasa Yoga
- klassiches Pranayama
- Kriyas
- Yogaphilosophie
- vedisches Chanten
- Einführung in Meditationstechniken
- Anreise Sonntagabend / Abreise Samstag Mittag
- Vollverpflegung, vegan, bio
Kosten: 350 Euro für 6 Morgenklassen (Pranayama und Asana) sowie 3 Klassen am Nachmittag (vedisches Chanten, Philosophie, Technik und Meditation) plus Unterkunft, grosses Frühstück und warmes Abendessen 290 Euro pro Person im Doppelzimmer.
Ashtanga Yoga
AnfängerInnen wird die Ujjai-Atmung und die ökonomische Koordination von Atmung und Bewegung vermittelt. Die Teilnehmer lernen die Sonnengrüße und die Basis-Asanas mit dem Ziel mit
Leichtigkeit und Freude eigenständig zu Hause oder auch in “Mysore Klassen” im eigenen Rythmus üben zu können.
Weitere Aspekte werden werden erklärt und geübt: Bandhas und Dristi
Fortgeschrittene können mit uns gemeinsam ihr Ziel für diese 6 Tage erörtern. Wir unterstützen jeden einzelnen Schüler dabei seine Yogapraxis zu optimieren. Wir helfen dir gerne bei der
ersten und zweiten Serie, je nach Praxisstand.
Einführung in die Shatkriyas des Hatha Yoga
“Shat” heißt “sechs”. “Kriyas” sind “Handlungen”, die für den inneren Reinigungsprozess verantwortlich sind.
Die sechs Shatkriyas im Hatha Yoga sind:
Dhauti – Magenwäsche; Nauli – Darmreinigung durch Bauchbewegungen; Basti bzw. Vasti – Darmreinigung; Neti-Nasenreinigung; Kapalabhati – Reinigung der Atemwege und Tratak –
Augenreinigung
Das Praktizieren dieser Kriyas erhöht die Anpassungsmöglichkeit des Gewebes, (durch das die Organe und die verschiedenen Körpersysteme geformt werden).
Kriyas erhöhen die Aktivität der Organe, verbessern die Körperreflexe und fördern dadurch das psycho-physiologisches Gleichgewicht.
Wir bieten während des Retreats das Üben der folgenden Shatkriyas an:
- Vamana Dhauti, das therapeutische Erbrechen
- Jala Neti, die Nasenreinigung mit Salzwasser
- Surya Neti, die Nasenreinigung mit einem Gummikatheter
- Tratak, die Reinigung der Augen, durch die Fixierung des Blicks auf ein Objekt
- Uddiyana Baddha als Vorbereitung für Nauli, in Einzelfällen Nauli
- Kapalabhati
Das Erlernen dieser Techniken ist immer ein Angebot und beruht auf der Entscheidung jedes Einzelnen.
Pranayama
Die Teilnehmer erlernen die klassischen Vorbereitungsübungen (Uddiyana, Agnisara, Kapalabhati, etc.) und die Grundvoraussetzungen für die Pranayamapraxis und einige Pranayamatechniken (Nadi
Shodana, Surya Bhedana und Ujjai Pranayama) kennen.
Nach diesem Wochenende können die TeilnehmerInnen diese Techniken eigenständig zuhause üben.
Wir besprechen am Ende, wie jeder eine individuelle Praxis in den Alltag integrieren kann.
Der Kurs wird gemäß der Lehre des Kaivalyadhama Yoga Research Institutes in Lonavla, Indien geführt, mit dessen Vorsitzenden, Sri O.P.Tiwari, Inke in den letzten Jahren Pranayama studiert hat und auch weiterhin laufend mit ihm lernt und praktiziert.
Sanskrit Chanting
Chanten, das singende Rezitieren von Sanskrit-Texten stellt einerseits eine Verbindung her zu den ältesten Weisheitslehren der Menschheit, den Veden.
Andererseits bewirkt es eine stresslösende Entspannungsreaktion im Körper durch die Vibrationen, die die Klänge in verschiedenen Körperregionen auslösen.
Die vedischen Texte, Quelle zahlreicher Mantras, wurden jahrhundertelang nur mündlich überliefert. Diese traditionelle Art der Weitergabe von Wissen – vom Mund des Lehrers ins Ohr des Schülers –
erfordert genaues Zuhören und Wiederholen, dadurch lernt der Geist sich auszurichten und zu fokussieren.
In unserer stark visuell geprägten Zeit fällt vielen Menschen das Zuhören immer schwerer. Es ist deshalb eine lohnende Übung, unseren überstrapazierten Sehsinn auszuschalten und die Ohren
einzuschalten und sich die vedischen Mantras oder die Yogasutras über den Hörsinn zu erschließen.
Und nicht zuletzt macht Chanten einfach Spaß.
Yogaphilosophie
Für die meisten Menschen im Westen beginnt der Kontakt mit Yoga mit einer Hatha Yoga Klasse, sie beginnen die Körperhaltungen des Yogas zu üben.
Diese sogenannten asanas sind eine von acht verschiedenen Facetten des Ashtanga Yoga Weges. Aber um Yoga als Weg der Persönlichkeitsentwicklung und der Selbsterkenntnis zu erleben, bedarf es
weiterer Werkzeuge wie z.B. dem prāṇāyāma, dem chanten, der Meditation und den ethischen Lebensregeln. Die Yogasūtras des Patañjali sind wie ein Schlüssel zu der Wissenschaft des Yoga: Die
erstaunlich gut auch in unserer modernen Zeit anwendbaren Techniken ermöglichen konkrete Erfahrungen bei der Erforschung unseres Selbst.
Über das Chanten der sūtras stellen wir eine erste Verbindung her, die Besprechung der Bedeutung führt uns zu einem ersten theoretischen Verständnis und mit ausgewählten sūtras wollen wir
Experimente wagen zu einem praktischen Verständnis.